Die Zwote hat einen neuen Trainer. Der neue Mann an der Kommandobrücke heisst Johannes Lömke. Er wechselte 2007 von der Matthäus Passion zur Zwoten und ist seitdem eingefleischter Zwotist. Neben seiner kämpferischen Spielweise überzeugte er vor allem als engagierter Organisator unseres Kicken für Afrika Festivals. Da er allerdings hauptamtlich in Würzburg als Student tätig ist, ist seine Trainertätigkeit auf drei Monate begrenzt. Anschließend werden im Rotationssystem andere Zwotisten das Ruder übernehmen. Dieses unkonventionelle Trainermodell ist nötig geworden, weil Robin nach acht Jahren als Spielertrainer von seinem Amt zurückgetreten ist, da sich die Spiele der Zwoten und seiner B-Jugend in der kommenden Saison zu oft überschneiden.
In der letzten Saison hatten wir häufig mit Personalsorgen zu kämpfen, was die Motivation der Truppe stark sinken ließ. Das Gemeinschaftserlebnis KfA lässt für die Zukunft aber wieder hoffen auch im alltäglichen Kreisliga Leben weiter zusammenzustehen.
Jojo hat in den letzten Wochen bewiesen, dass er gewillt ist die Zwote wieder zusammenzuschweissen. Wir sind hoffnungsvoll, dass wieder alle an einem Strang ziehen und freuen uns auf tolle Zwote Spiele in der Saison 2010/2011.
Das erste Testspiel bietet allen Grund dazu. Hier der Bericht:
Datum: 08.08.10
Aufstellung: Sven - Sascha, Thilo, Thomas, Batti – Wischi, Jojo – Bobic (Matze), Tim, Flo - Jonas
Torfolge: 1:0 Jonas (14.), 2:0 Wischi (19.), 2:1 (21.), 3:1 Jojo(37.) HZ 3:2 (52.), 4:2 (Jonas) (62.), 5:2 Matze (72.)
In ersten Spiel der Zwote Historie ohne Fib als Trainer und Fob auf dem Platz hat die Mannschaft ein klares Signal gesetzt und SV Bischhofshagen-Wittel mit 5:2 bezwungen. Wäre Robin am Platz gewesen, wir hätten die Sonne aus seinem Arsch scheinen sehen können.
Unser Testsspielgegner SVBW bestätigte mit seinem fairen und freundschaftlichen Auftreten den positiven Eindruck aus der letzten Saison, war aber im Defensivverhalten bei weitem nicht so stark wie noch vor knapp zwei Monaten. Zudem fehlte ihnen verletzungsbedingt die nötige Durchschlagskraft im Offensivbereich.
So entwickelte sich vom Anstoß an ein offenes Spiel bei dem wir durch Ballbesitz die Spielkontrolle übernahmen, aber uns selbst sowohl durch eigene Fehler als auch über Steilpässe des Gegners in Bedrängnis brachten. Doch Sven antizipierte diese Situationen gut und machte das Tor für den Gegner schwer erreichbar. Das erste Tor des Spiels veredelte Jonas aus spitzem Winkel nach einem Schuss von Tim. Der Ball war nach einer Ecke von Batti Tim vor den Fuß gefallen, der ihn direkt auf das Tor zog. Jonas lauerte am linken Pfosten und schob ein. So führten wir nach gespielten 14 Minuten durch eine Standartsituation. Das 2:0 fiel nur wenige Minuten später nach einem sehenswerten Solo unseres Edelvagabunden und neuen Sechsers Wischi. Nach einem Zuspiel von Tim schüttelte er seinen Gegenspieler ab, ließ zwei weitere aussteigen und vollendete mit einem Linksschuss ins lange Eck. Der Ursprung des ersten Gegentors war ein Ballverlust im Mittelfeld, dem folgte eine misslungene Abseitsfalle und dann liefen wir in dieser Situation nur noch hinterher. Obwohl dieses Gegentor den direkten Anschluss für SVBW darstellte änderte sich nicht viel an dem Spiel. SVBW blieb über Konter gefährlich, riss aber nicht das Spiel an sich und wir konnten uns weiterhin daran versuchen ein geordnetes Aufbauspiel aufzuziehen. Was auch Phasenweise klappte. So wie in der 38. Minute, als Jojo den Ball knapp vor dem Strafraum den Ball von Matze zugepasst bekam, zwei Gegner umspielte und mit seinem schlechten Abschluss einen noch schlechteren Torwart fand. So stand es zur Halbzeit 3:1.
Die zweite Halbzeit begann zäh. Die Sicherheit im Aufbauspiel aus der ersten Halbzeit wandelte sich in Trägheit um und so kam es zu einem Fehlpass der das zweite Gegentor des Abends einleitete. Das 4:2 erzielte wieder unser Wunderstürmer aus Oldenburg. Über Sascha, Tim, Flo und Jojo gelangte der Ball auf den Kopf von Jonas. Der suchte sich wieder die kurze Ecke aus und köpfte unhaltbar ein. Gut zehn Minuten später gewann Matze durch offensives Pressing den Ball, marschierte an zwei Gegenspielern vorbei und knallte den Ball ins kurze Eck.
Abschließend lässt sich feststellen, dass ein stärkerer Gegner ein so offensives Verteidigen wie wir es phasenweise in der zweiten Halbzeit vorgetragen haben sicherlich bestrafen wird. Aber ebenso gab es Phasen in denen wir als kompakte Einheit verschoben und nach dem Ballgewinn ein sicheres Aufbauspiel aufgezogen haben. In der Offensivbewegung lässt sich sicherlich noch einiges verbessern, insbesondere das schnelle und direkte Spiel bis in die Spitze war nur im Ansatz vorhanden. Demgegenüber haben aber drei der Tore ihren Ursprung im geordneten Spielaufbau aus der Defensive.
Fernab von jeglichen taktischen Analysen und Ergebnisdiskussionen war es ein Spiel das einfach Spaß gemacht hat.
|