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Hallenhasencup 2011
Hallenhasencup 2011

An einem wunderschönen März-Wochenende machte sich ein kleiner Zwote-Tross auf den Weg nach Berlin, um beim legendären Hallenhasencup mitzuspielen. Niemand konnte sich in den kühnsten Träumen vorstellen, was wir dort erleben sollten.
Jojo reiste bereits am Freitag an und zog mit Steef abends um die Häuser. Am frühen Samstag morgen fuhren dann Steini, Torben, Andy und Robin mit dem Stuttgart Mobil in Richtung Hauptstadt. Mit an Bord saß auch Hans, der während des Turniers die Rolle des Teammanagers und Motivators übernahm. Während Robin bei der Fahrt sein Schlafdefizit nachholte, sorgte Don Hans mit seinen außergewöhnlichen Aktionen für bombastische Stimmung. So erreichten wir mit wunderbarer Laune um 9:30 Uhr Steefs Wohnung in Kreuzberg. Dort zog Hans sein Champions-League-Outfit an und schon gings weiter zur Halle. Vor dem ersten Spiel gegen den Gastgeber CFB Hasenheide 1b blieb lediglich Zeit fürs Umziehen. So ging es ohne großartige Überlegungen aufs Parkett. Steini, der in früheren Zeiten als Stürmer zum Kreisliga-Helden wurde, übernahm heute den Torwartjob.


CFB Hasenheide – Zwote 0:3 (Jojo, Andy, Robin)

Das Spiel fing ausgeglichen an. Das Tempo war recht niedrig und den ersten Schuss parierte nicht Steini, sondern unser Manager. Hans stand bei unseren Angriffen meistens im Spielfeld und sorgte mit seinen Anweisungen für Ordnung in unserem Spiel. Nachdem wir vorne einen Ball verloren hatten, wollte Hans wieder zurück hinter die Linie, kam dabei aber leicht ins Wanken. Der Hasenheide Spieler knallte den Ball direkt aufs Tor uns traf Hans am Rücken. Der Ball wäre sonst wahrscheinlich an den Pfosten gescheppert.
Irgendwann erzielte Jojo nach einem schönen Steilpass von Torben das 1:0. Wenig später erhöhte Andy nach einer Ecke auf 2:0 und kurz vor Schluss traf Robin nach wunderbarem Doppelpass mit Steef zum dritten Mal.


Umbau Berlin – Zwote 0:0

Umbau Berlin ist der Titelverteidiger und ein Team mit ruppigen Kerlen. Die Gastgeber baten uns dafür zu sorgen, dass sie ihren Titel dieses Mal nicht verteidigen, um sie nicht wieder einladen zu müssen. Nachdem Hans uns mit dem Spruch einschwor keinen Zentimeter zu weichen und einen bedingungslosen Kampf abzuliefern, setzten wir dies in die Tat um. Es waren 12 Minuten Kampf mit den etwas besseren Chancen für uns. Steini hielt mehrere gewaltige Distanzschüssen und kurz vor Schluss sicherte er uns mit einem Weltklasse-Reflex das Remis.


Deportivo – Zwote 0:0

Gegen Deportivo, dem Titelträger von 2008, zeigten wir unser schlechtestes Spiel. Die Spanier unterlagen zuvor knapp gegen Umbau und Hasenheide, so dass bereits vor dem Spiel feststand, dass wir selbst mit einer knappen Niederlage ins Halbfinale einziehen würden. Wir zeigten wenig Engagement und Laufbereitschaft. Steini musste zweimal in einer 1 gegen 1 Situation retten. Wir hatten nur eine gute Szene, die bestand allerdings aus reinen Zuckerpässen. Jojo und Robin spielten ein Dreiecksspiel zu Karibik-Steef, der seinem Spitznamen alle Ehre machte und den Ball gekonnt per Hacke in den Lauf von Andy weiterleitete. Action scheiterte aber leider am gutreagierenden Torwart.


Halbfinale:

Powerplay – Zwote 0:1 (Torben)

Mit 5 Punkten in der Vorrunde erreichten wir als Gruppenzweiter das Halbfinale ein und trafen dort auf Team Powerplay, die in ihrer Gruppe mit 9 Punkten und 10 Treffern Gruppensieger wurden und damit als klarer Turnierfavorit galten. Gegen die starken Berliner, die sich aus einer Mischung von körperlichstarken und technischguten Spielern zusammensetzten, kamen wir nur schleppend ins Spiel. Wir zeigten in den Zweikämpfen zwar Präsenz, aber dennoch kam unser Gegner regelmäßig zu Torabschlüssen. Steini hielt weiterhin bravourös und brachte die gegnerischen Stürmer zum Verzweifeln. Selbst nach einer verunglückten Kopfballabwehr von Robin, fischte Stone den Ball aus dem Winkel. Von Freund und Feind nicht zu bezwingen.
Mitte des Spiels wurden wir stärker und erspielten uns einige Torchancen. Zwei Minuten vor Schluss nahm Torben eine Jojo-Ecke direkt ab und erzielte mit einem tollen Schuss das goldene Tor. Danach hielten wir unsere Gegner gekonnt vom eigenen Tor fern und hätten mit Kontern die endgültige Entscheidung erzielen können. So mussten wir bis zum erlösenden Schlusspfiff zittern. Kommentar Don Hans: „Eure Leistung war nicht okay, die war fett.“


Finale

Zwote – CFB Hasenheide 5:0 (2x Steef, 2x Jojo, 1x Robin)

Die Zwote stand zum ersten Mal in ihrer neunjährigen Historie in einem echten Finale. Dies alleine wäre normalerweise ein Grund gewesen zu feiern und ganz locker aufzuspielen. Heute war es aber anders, denn Hans machte uns vor dem Spiel klar, dass wir bis jetzt überhaupt nichts erreicht hätten und er nur den Turniersieg akzeptiert. Gesagt getan. Im Finale spielten wir uns in einen kleinen Rausch. Kampfbereit von der ersten Minute an gewannen wir fast alle Zweikämpfe. Jeder Zwote Spieler biss sich in dieses Match, so dass wir wie eine Mauer wirkten. Steef erzielte nach vier Minuten das 1:0 nach einer herrlichen Direktabnahme. Wenig später erhöhte Jojo auf 2:0. Kurz vor der Halbzeitpause baute Steef unsere Führung sogar auf 3:0 aus. Kommentar Don Hans in der Halbzeit: „Leute man, es ist noch nichts passiert. Es steht 0:0.“
Unser Rausch sollte auch in der zweiten Halbzeit nicht enden. Jojo traf mit einem sehenswerten Lupfer aus unserer eigenen Hälfte zum 4:0. Das 5:0 erzielte schließlich Robin nach einem tollen Iniesta-Solo. Heute klappte halt einfach alles.


Der Jubel nach dem historischen Turniersieg fiel relativ verhalten aus. Die Zuschauer feierten uns und wir nahmen voller Demut den großen Hallenhasencup entgegen. Ein ganz neues Gefühl bei der Siegerehrung als letztes genannt zu werden. Ein Gefühl voller Stolz und Freude, das noch lange andauern sollte.

Unsere Zwote Mannschaft zeigte heute, dass sie immer noch aus einem eingeschworenen Team besteht. Einem Team, bei dem ein Spieler den Fehler eines anderen wieder gut macht. Einem Team, bei dem jeder Spieler dem anderen das Tor gönnt. Einem Team, das mit Leidenschaft und Freude spielt.
Unser Torwart Steini blieb 66 Hallenminuten ohne Gegentreffer und zeichnete sich mit vielen exzellenten Paraden aus. Unsere fünf Feldspieler Jojo, Andy, Steef, Torben und Robin präsentierten sich als funktionierendes Uhrwerk, bei dem ein Rädchen ins andere griff. Jeder Spieler erzielte mindestens einen Treffer. Und unser Manager Hans sorgte nicht nur regelmäßig für gute Laune, sondern motivierte uns vor den entscheidenden Spielen bis in die Haarspitzen.

Unseren Turniersieg genossen wir in vollen Zügen. Zunächst beim Umziehen und Duschen,
beim besten Döner Berlins, beim Beatz auf 72 Fahrenheid Kochen in Steefs Wohnung, bei mehreren Bierchen in einer Kreuzberger Kneipe und bei einem richtig gepflegten Brunch am Sonntag Mittag.

Den Spaß und die Eskapaden außerhalb des Platzes haben wir uns schon auf der Hinfahrt ausgemalt, den neunjährigen Traum eines echten Turniersieges haben wir uns an diesem Wochenende tatsächlich erfüllt. Es gibt nichts schöneres, als wenn Träume wahr werden.