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LLoret de Mar 2003, April 03
Vorwort

Irgendwann im Februar machte Ralf uns den Vorschlag gemeinsam mit der B-Jugend nach Lloret de Mar zu fahren. Neben den Spielern durften auch Fans mitfahren. Eigentlich war die komplette Zwote stark motiviert, doch einige hatten überhaupt kein Geld, andere hatten sich schon für Winterurlaub angemeldet und zwei von uns stecken mitten im Abistress.

Nachdem wir bereits fünf Wochen vor Abfahrt von Spanien schwärmten, meldeten sich letztendlich 13 Zwote-Leute bei Ralf an. Die B-Jugend war mit drei Leuten dabei und zusammen mit Ralf fuhren wir mit 17 Freaks Richtung Süden.

Folgende Helden nahmen an der Tour teil:

Ralf, Philipp, Marcel, Fokko, Jessica, Imke, Jannicke, Jan K., Hoffi, Carlo, Andy, Stephan, Jens, Tim, Sascha, Basti und Robin.

In den folgenden Seiten wollen wir die Geschehnisse in Spanien noch einmal zusammenfassen.

Viel Spaß beim Lesen wünschen Euch im Namen der Zwoten

Sascha und Robin



Die Fahrt (Freitag)

Bereits kurz nach Abfahrt wurden schon einige alkoholische Getränke geleert. In Bad Lippspringe kam dann der erste Schock der Fahrt. Nachdem man sich ausgemalt hatte, wie schön es wäre mit einer weiblichen Volleyballmannschaft die Reise anzutreten, erblickten unsere verwunderten Augen die Flodders.

Wir spülten unseren Frust runter und amüsierten uns nach und nach über unsere Mitfahrer. Der zweite Halt fand in Baden Baden statt. Lattengerade stieg unsere Kompanie aus dem Bus aus, um den Schaben zu zeigen wo der Hammer hängt. Andy und Robin versuchten erst noch ein paar Smirnoff Ice zu schnorren, während sich ein anderer Mitfahrer damit beschäftigte seinen Mageninhalt zu entleeren.

Zur Überraschung des Flodders Roman durchquerten wir auch Frankreich auf dem Weg nach Spanien. Roman: „Hä Frankreich? Warum sind wir denn in Frankreich? Ich hab` doch Spanien gebucht…..!“ In Erdkunde gehörte der Freak wohl nicht zu den Stärksten, dafür aber anscheinend im Fußball. Denn seinen Erzählungen nach, „knallte der die Kirsche als Libero öfters ins Netz als der Mittelstürmer.“

Irgendwann in Frankreich musste dann auch Jens rückwärts essen gehen. Er stieg aus dem Bus aus und erfreute die Landschaft mit Resten seines mit alkoholgefüllten Magens.

Danach zeigte uns der Busfaher „Ballermann 6“. Ein Film der zum Vorbild der restlichen Fahrt wurde. Robin erfreute die Busbesatzung mit sinnlosen Sprüchen wie: „Es leben die Tanten“ oder „Viven los tios“ Na gut jeder war wohl nicht so begeistert. Diejenigen die schlafen wollten, ging das ziemlich auf die Eier.

Wie auch immer, erreichten wir nach einer doch lustigen Fahrt am frühen Samstagmorgen Lloret de Mar.


1.Tag Samstag

Direkt nach der Ankunft im Hotel, erschreckten wir die Hotelmitarbeiter mit unserem Austreten. Als erstes setzten wir uns in die Lobby und tischten gepflegt die Restbestände

Unseres Reiseproviants aus. Dafür bekamen wir sofort Schrot vom Manager. Das störte uns aber wenig und wir gingen vor die Tür und machten da weiter. Als nächstes schnappten sich Tim und Marcel den Quälgeist der Fahrt, Robin, und schmissen ihn eiskalt in den Hotelpool. Daraufhin sollte Robin das Hotel solange nicht betreten bis er vollständig trocken war. Das störte ihn aber nicht und der Manager schrotete uns mal wieder dafür. Danach ging es mit fast allen in eine Sportsbar um dort Bundesliga zu gucken. Dort wurde stark mit Bier und Sangria aufgeschlagen und man ging leicht beduselt aus der Kneipe. Der Rückweg gestaltete sich als denkwürdige Pöbeltour durch die Gassen Llorets. Wir beschallten mit unseren Schlachtrufen die halbe Stadt und ernteten dafür jede Menge Aufmerksamkeit. Im Hotel stiegen vier von uns in einen Fahrstuhl um dort eine Hüpfchoreo zu veranstalten. Leider war für eine solche Aktion der Fahrstuhl nicht ausgerichtet und senkte sich direkt einen halben Meter. Als die Türen nur noch halb aufgingen, zerrte uns das Hotelpersonal aus dem Fahrstuhl und man begab sich direkt zum Abendessen. Dort begrüßten wir die anderen Hotelgäste mit lauten Sprüchen wie „Ich bin lattengerade!“ oder „Ich bin rattenstramm!“ Dann begaben wir uns auf unsere Zimmer um uns mit einigen weiteren Getränken einzuleben. Einige unternahmen noch selbstständige Stadtbesichtigungen. Basti und Sascha gingen auf „Flyertour“ und trieben einige Späße mit den Flyerverteilern. Irgendwann gönnte man sich dann den wohlverdienten Schlaf.



2.Tag (Sonntag)

Am frühen Vormittag begab man sich aus den Federn und erzählte sich die ersten Anekdoten. Am meisten wurden die „Jens-Storys“ erzählt. Für weitere Informationen müsst ihr schon Jens persönlich fragen. Um 11h trafen wir uns dann mit Ralf, der uns den Ort zeigen wollte. Wir schlenderten durch die Gasen Llorets und wanderten bis zur Burg. Dort verteilte Ralf die Preise an die Gewinner vom Busquiz. Dieses war je eine Flasche Sekt an die ersten drei (1.Philipp, 2.Marcel, 3.Basti). Die Flaschen wurden allerdings im Kollektiv geleert. Vor allem Carlo gönnte sich einige kräftige Schlücke. Auf dem Rückweg gingen wir an Burger King vorbei, wo auch noch mal ordentlich gekaspert wurde. Danach schlenderte Carlo mit einem unbeschreiblichen Gang durch die Gassen und zog so die Aufmerksamkeit der übrigen Touristen auf sich. Ganz neben bei teilte er sich noch mit Imke einen Liter Sangria und man ging dann fröhlich ins Hotel. Am späten Nachmittag zog Imke noch die Blicke der Hotelgäste auf sich. Zu einem hauseigenem Musiker tanzte Imke als einzige und versuchte später den frustrierten Musiker von „Griechischem Wein“ zu überzeugen. Da er das anscheinend nicht ganz verstand und nicht auf Imke`s Wunsch einging, schmiss sich Imke wütend auf den Boden. Als sie dann anfing dem Musiker auf die Keyboardtasten zu hauen, nahm der Typ die Verfolgung auf und konnte nur schwer zurückgehalten werden.

Abends lieferte man sich noch eine „Gasangesschlacht“ mit Italienern auf den Balkons des Hotels. Später wurde mit den italienischen Freunden noch einige Getränke geleert. Am Abend ging´s dann mit allen auf die Piste. Als wir uns aber nicht einig wurden was wir machen wollten, trennte sich die Gruppe. Ein paar Leute wollten ins „Tropics“, andere in Kneipen und so ging jeder seinen eigenen Weg. Imke jedenfalls vergnügte sich damit den Flyerverteilern die Zettel wegzunehmen und ihnen in die Hintern zu treten. Recht spaßig!

Nach einer Weile traf man den Großteil der anderen wieder und man entschied sich dazu ins „Ministry of Rock“, einer Hardrockkneipe, zu gehen. Dort gab es recht günstige Getränke und nette Musik. In dieser Bar gaben wir noch mal alles.

Sascha und Hoffi hingegen vergnügten sich damit sich in verschiedenen Bars massig Getränke zuzuführen. Nach dem die beiden auf dem Rückweg Philipp trafen, der Hoffi mit ins „Tropics“ schleifen wollte, war Sascha auf sich allein gestellt und verlief sich erstmal in den verzweigten Gassen von Lloret. Doch nach wenigen Stunden fand auch Sascha den Weg ins Bett. Friedlich schliefen sechs Leute im Kollektiv bei Sascha und Philipp im Zimmer, da sich Tim selbst verbarrikadierte. Jens bevorzugte jedenfalls den Schrank.



3. Tag (Montag)

Nachdem vier uns den Wecker stellten, um das Frühstück nicht zu verpassen, zeigten wir mit 4 Leuten Präsenz.

Ich (Robin) verspürte irgendwann beim Frühstück den Drang aufs Klo zu gehen. Allerdings waren die Männertoiletten beide abgeschlossen, so dass ich mich entschied aufs Damenklo zu gehen. Da Jannicke intelligenterweise am Vorabend den Türknopf abschraubte, kam ich nicht mehr aus dem Klo raus. Auf meine Hilferufe hin, hörte eine Putzfrau mein Geschrei und befreite mich. Der Schock, das keine weibliche Person auf der Toilette war, stand ihr ins Gesicht geschrieben. Ich bedankte ich jedenfalls für die Hilfe und ging wieder zum Frühstück.

Irgendwann am Nachmittag machte man eine Shoppingtour und füllte den Biervorrat wieder auf. Man entschied sich dazu die ersten Pilsener im Stadion zu verköstlichen und sich gepflegten internationalen Spitzenfußball anzugucken.

Am frühen Abend veranstalteten Marcel, Philipp, Andy und Robin ein kleines Fußballspiel. Als erstes zockten wir auf dem Hotelflur – bis uns eine wütende Dame nach draußen schickte. Dort spielten wir in einem kleinen Park direkt an der Hauptsraße. Doch auch dort spielten wir nicht lange, denn irgendwann flog der ball auf die Straße und ein Bus zerstörte ihn mit einem lauten Knall. Nach dem Abendessen entschied man sich dazu eine Kneipentour zu machen.

Als erstes ließen wir uns ins „Xtra“ hineinzerren. Dort gab es zwar billige Getränke, aber auch Musik die unseren Ansprüchen bei weitem nicht genügt. Auf Sascha´s Empfehlung gingen wir dann ins „501“, wo es Bier für einen Euro gab und eine ausgelassene Stimmung herrschte.

Danach gingen wir ins „Highwayman“, wo es zwar gute Rockmusik gab, dafür aber auch hohe Preise. Unser Hunger wurde dann einmal mehr bei „Dr.Döner“ gestillt. Auf dem Rückweg gingen wir noch beim „The Stones“ vorbei. Die Bar ist zwar recht anzusehen, doch leider war dort überhaupt nichts los. Der letzte Abstecher führte uns wieder zu unserem Favoriten, dem „Ministry of Rock“. Dort blieben wir bis der Laden dicht machte. Danach ging´s zurück zum Hotel, wo noch ein wenig auf den Zimmern gechillt wurde.



4.Tag (Dienstag)

Nachdem in den ersten Tagen fast keiner in den Genuss des Frühstücks kam, stellten sich heute einige Leute den Wecker. Doch nachdem man am vorigen Abend in einer Kneipe etwas stärker zugeschlagen hatte, saßen nur vier Leute beim Frühstück. Der Rest träumte wahrscheinlich noch ein wenig von Gerstensäften oder anderen Leckereien. Danach trafen sich die meisten im Raum von Scott und Philipp und erzählten sich ein paar Anekdoten von den bisherigen Geschehnissen.

Irgendwann am frühen Nachmittag versammelten sich alle um gemeinsam zum Strand zu gehen. Nachdem aber die eine Hälfte erst noch zu „Dr. Döner“ und anschließend ins Internetcafe wollte, trennte man sich und verabredete sich später zu einem Fußball-Match.

Am Strand entspannte man sich bei recht geilem Wetter und hörte nette Pöbelmusik. Dazu wurde das runde Leder ein wenig gestreichelt und man beobachtete die herrlichen Wellen.

Nachdem man genug entspannt hatte, entschied sich auch die andere Hälfte zu „Dr. Döner“ zu gehen.

Wir gingen auf der Strandpromenade lang, machten den Ghettoblaster an und sangen recht laut mit. Ja, man kann durchaus behaupten, dass die Leute schon ein wenig verwirrt geguckt haben, Kann man aber auch ein wenig verstehen. Ich meine selbst in Lloret hört nicht jeder „Pöbel und Gesocks“ oder „2 Apfelsinen im Haar“. Es hatte wenigstens den Vorteil, dass wir ziemlich viel Platz um uns hatten. Selbst eine Breakdanceveranstaltung wurde wegen uns für ein paar Minuten unterbrochen, weil die Zuschauer mehr auf uns achteten, als auf die Tänzer. Na ja, der Rückweg von „Dr. Döner“ gestaltete sich wie der Hinweg, nur das man mit vollem Magen halt noch ein wenig lauter singen kann....

Als wir wieder am Strand ankamen, trafen wir uns mit den anderen und drei Portugiesinnen, die mit uns Fußball spielen wollten. Wir schufen uns einen Platz zum spielen und fingen an zu kicken. Gut, nach einer Weile waren einige Strandbesucher ein wenig angesäuert, da der Ball doch des Öfteren nicht auf dem Spielfeld blieb, sondern auch ein paar mal auf die Straße oder auf andere Urlauber flog. Aber wir sind halt echte Straßenfußballer und ließen uns auch davon nicht abhalten weiter zu spielen. Bleibt noch zu erwähnen, dass die drei Portugiesinnen mehr Tore schossen, als wir mit sieben Leuten. Na ja jetzt kennt man wenigstens auch in Spanien unser Talent...

Auf dem Rückweg zum Hotel kauften wir noch einige Liter Bier ein, nahmen an einer Parade teil und guckten uns ein paar internationale Jugendfußballspiele im Stadion an. Danach ging’s zum Abendessen. Dort wurde wie immer stark rumgekaspert, so dass man mal wieder die Blicke der anderen Hotelgäste auf sich zog. So langsam hatte man das Gefühl, dass man selbst in Lloret de Mar etwas Besonderes ist. Nach dem Abendessen machten wir uns, mit ganz viel Bier und Schnaps im Gepäck, auf den Weg zur Statue am Strand. Dort herrschte eine herrliche Atmosphäre - Bier, schöne Musik und eine wundervolle Aussicht. Auf der einen Seite Lloret by night und auf der anderen Seite die unendlichen Weiten des Mittelmeers mit den unzähligen Klippen und Felsen. Ein wundervoller Platz zum antischen. Das sahen alle so und deswegen wurden unsere Getränke auch recht schnell geleert. Zu den Tagesvollsten gehörten auf jeden Fall Basti und Imke. Aber zu den beiden gleich noch mehr. Es entwickelten sich nette Gespräche – vor allem auch mit Ralf, der in vielen Sachen mit uns übereinstimmt. Es wurden sich herrliche Anekdoten und zahlreiche lustige Geschichten erzählt. Dabei wurde natürlich stark weitergetrunken. Dann die Eskalation. Ingrid* (Namen geändert... ) muss brechen. Sie stellt sich vor die Klippen uns lässt es raus. Jan K. will ihr helfen, beugt sich vor ihr Gesicht und will ihr irgendwas sagen. In dem Moment bricht Ingrid Jan voll ins Gesicht. Als ich (Robin) das gesehen habe, bin ich einfach nur noch implodiert. Da ging gar nichts mehr. Es hat einfach nur noch geschallert. Mit das Lustigste was ich je gesehen habe. Nach diesem Hammererlebnis, trennte sich die Gruppe. Die eine Hälfte um Ingrid, Jan K., Ralf und Carlo wollten zurück zum Hotel. Der Rest (Scott, Robin, Stephan, Basti, Jannicke und Andy) waren noch stark motiviert und gingen noch ein wenig die Klippen entlang bis zur Burg. Als wir am Klippencafe vorbei gegangen sind, hat Basti einfach mal einen Stuhl mitgenommen und kurze Zeit später sind zwei wütende Spanier herausgelaufen und haben irgendwas von „Policia Policia“ gesagt. Nachdem wir noch gesehen haben, wie sie telefoniert haben und dabei auf uns zeigten, entschieden wir uns dazu in den Klippen zu verstecken. Dort genossen wir noch einmal die wundervolle Aussicht und tranken gepflegt weiter. Irgendwann merkte man, dass die Polizei wohl nicht mehr kommt und man überlegte sich noch auf die Piste zu gehen.

Über einen kleinen Umweg durch die Villengegend von Lloret, erreichten wir gegen 3h die Partymeile. Dort unternahmen wir eine kleine Pöbeltour und haben so ziemlich jeden gefragt, ob er schon mal gesehen hat, dass jemandem ins Gesicht gebrochen wurde. Nachdem das jeder verneint hat, verabschiedeten sich Basti, Stephan, Jannicke und Andy. Wir beide (Sascha und Robin) trafen dann noch Philipp und Marcel, die beide noch einen draufmachen wollten. Doch unser Alkoholfreund schickte Sascha ins Bett, so dass wir letztendlich nur noch zu dritt unterwegs waren. Als erstes gingen wir in die größte Disco Llorets, ins „Tropics“ auf eine Portugiesenparty. Dort zappelten wir noch ein wenig ab und versuchten dann verbittert Bier zu kriegen. Doch leider hatte jede Bar schon zu, so dass wir zurück zum Hotel gingen. Dort bekamen wir allerdings noch unsere leckeren kühlen Biere. Wir torkelten um ca. 5h in die Hotellobby und ich bestellte auf feinstem Spanisch: „Tres cervezas, por favor!“ Sofort ging der Pförtner an die Bar und brachte uns drei kühle Pilsener. Herrlich! Ich griff in meine Tasche und gab ihm meinen kompletten Tascheninhalt. Das war ungefähr 1 Euro 57 plus einen Kronkorken. Der Pförtner achtete gar nicht darauf und legte sogar den Kronkorken in die Kasse. Mit den frischen Getränken entscheiden wir uns dazu noch ein wenig durch die Zimmer zu gehen. Die erste Tür, die nicht abgeschlossen war, gehörte zu Tim und Jens’ Zimmer. Dort trauten Marcel, Phillip und ich unseren Augen nicht. Unser Jens lag oberkörperfrei und im Schneidersitz im Bett und träumte wahrscheinlich von hübschen Portugiesinnen. Denn aus seiner Boxershorts hing so ziemlich alles raus. Ein Bild für die Götter. Marcel, Philipp und ich mussten so stark lachen, dass wir erstens nicht mehr stehen konnten und zweitens Jens aufwachte. Doch der merkte gar nichts und fiel sofort wieder ins Koma. Danach ging’s zu Fokko ins Zimmer. Recht unspektakulär eigentlich, Fokko lag nur total besoffen in Bett, hielt die Wodka-Flasche noch mit der hand fest und zuckte dabei die ganze Zeit. Marcel verabschiedete sich dann auch ins Bett und Philipp und ich kamen auf dem Rückweg noch bei Jan K. vorbei. Da ihm ja heute Abend ins Gesicht gebrochen wurde, dachten wir uns ein kleiner Waschgang würde dem Jungen ganz gut tun. Na ja, nach dem dritten Glas Wasser, das wir ihm über den Kopf gossen, wurde er langsam sauber und Philipp und ich gingen dann um 6.30h auch ins Bett.


Mittwoch, 5. Tag

Mittwochmorgens um 7.45h: Ring ring ring ring ring ring! Der Wecker schallerte einfach nur und alle sind noch total besoffen. Doch es hilft nichts, heute stand nämlich Kultur auf dem Tagesprogramm. Der Bus sollte uns in die Katalonische Metropole Barcelona führen. Total fertig stiegen wir zusammen mit „normalen Menschen“ um 8h morgens in den Bus ein. Meine Fresse, waren wir fertig. Aber geschlafen haben nur die wenigsten, der Großteil unterhielt sich über die gestrigen Erlebnisse, so lange bis eine Mitfahrerin uns anmachte, wir sollten nicht so eine „Fäkaliensprache“ benutzen. Mhm, und da wir Niveaumenschen sind, tolerierten wir ihren Wunsch und unterhielten uns über Goethe und Faust. Das gefiel einer weiteren Dame aber auch nicht und fragte uns, wo unser Knopf zum Ausschalten sei. Aber da wir keine Unmenschen sind, hielten wir dann bis zum ersten Ausstiegspunkt die Klappe.

Von Barcelona müssen wir ja wirklich nicht viel schreiben. Ist halt ne schöne Weltstadt, Gaudi muss wohl nen ziemlich cooler Typ gewesen sein und ansonsten guckt Euch einfach die Fotos an. Denn die haben wir gemacht, damit auch wir selber wissen, was wir überhaupt gesehen haben. Denn an diesem frühen morgen war so ziemlich jeder nicht in der Lage zu gucken.

Pünktlich zum Abendessen kamen wir aus Barcelona wieder und schlugen uns gepflegt die Bäuche voll. Danach wurde erst auf den Zimmern gut angetischt, dann ging es in eine Sportsbar, um ursprünglich Arsenal gegen ManU zu gucken. Aber wer dieses Spiel sehen wollte, war in dieser Kneipe falsch am Platz, denn die Kneipe hatte neben dem Bier ein weiteres Highlight zu bieten. Die weibliche Bedienung, die interessanter war als das Spiel. Und das obwohl das Match schon recht geil war. Zum Glück war die Uschi bei den entscheidenden Szenen nicht in Sichtweite, so dass man wenigstens die Tore sehen konnte.

Als wir wieder auf unseren Zimmern waren, überlegten wir krampfhaft noch was zu starten.

Wir entscheiden uns dazu ins „K18“ zu gehen, eine „legendäre“ deutsche Bar. Dort kamen wir um ca. 0.30h bereits etwas angetüdelt an und verhandelten mit den beiden Besitzern eine Absaufparty. Jeder zahlte 5 Euro und dafür durften wir für ursprünglich eine Stunde soviel Sangria und Bier trinken wie wir wollten. Gut aus der einen Stunde wurden dann zweieinhalbe, aber das stört uns ja nicht. Jedenfalls stellte der asige Besitzer uns erstmal einen 10 Liter Eimer auf den Tisch. Zusätzlich konnten wir umsonst ins Internet und außerdem gab es in der bar viele Spiele. Carlo und ich (Robin) spielten jedenfalls „vier gewinnt“. Der Verlierer musste dann immer ein Glas Sangria exen. Zum Leidwesen Carlo’s verlor er fünf mal in Folge und wurde somit leicht angebläut. Wir tauchten des Öfteren ab und amüsierten uns prächtig. Nachdem bereits Hoffi rückwärts gegessen hatte, musste Carlo auch mal. Aber er bevorzugte nicht die Toilette, sondern einen BMW, der direkt vor dem Eingang stand. Ich glaube Carlo kotzen BMWs ziemlich an. Ha ha was für ein schäbiger Wortwitz! Um ca. 3h schmissen uns die Ladenbesitzer ziemlich unfreundlich raus. Liegt es wohl daran, dass sie Verlust gemacht haben??? Wie auch immer schubste die dämliche Uschi des Besitzers Imke mit dem Kopf vor die Tür. So was lässt sich Imke natürlich nicht gefallen und schlug ihr einfach mal ins Gesicht. Daraufhin verließen wir wirklich das „K18“ und Carlos Magen trieb uns zu „Dr. Döner“. Glücklicherweise gelang es uns, noch einige Döner vor Ladenschluss zu genießen. Nachdem wir sitt und satt waren, machten wir uns auf den Rückweg, welcher noch einige interessante Highlights zu bieten hatte. Der erste Weg führte uns in ein Hotel um noch ein Bier zu ergattern, allerdings sah man anstatt von leckeren Pilsenern einen Hotelpförtner vor einem Porno, eine kleine Niederlage von der wir uns nicht abschrecken ließen. Eine interessante Tour machten wir mit der stadteigenen Müllabfuhr, die uns unfreiwillig ein paar Meter durch die wunderschönen Straßen Llorets kutschierte. Einen netten Spaß erlaubte sich der unumstrittene Trainer Bastian B. indem er seinem untergebenen Spieler Stephan unter einer handelsüblichen Mülltonne verschwinden ließ. Neben dem Müll landete unter Anderem auch ein toter Fisch auf dem Kopf des Kickers. Die letzte Elite des Abends, Bastian, Robin und Imke schlugen noch einmal in einer HipHop Disco auf, in der sie den guten Beat spürten zu dem dann auch ordentlich gebounced wurde. Nachdem den HipHopern gezeigt wurde wie HipHop gelebt wird zeigten die Drei den Standarddiscogängern im Tropics wie in der Zwoten getanzt wird. Später wurde aufgrund von mangelnden Straßenkenntnissen ein unfreiwilliger Spaziergang zur nächsten Bucht unternommen. Dabei wurden Bastian Drogen angeboten, nachdem er dem Dealer das Mörchen Lied von Helge S. vorsang. Nach der Ankunft im Hotel besuchte man noch einmal die Residenz Kurse, um mit den anderen die Nacht zum Tag zu machen und bis zum Frühstück wach zu bleiben. Ein Highlight dieses Meetings war der Zuckerspieler Tim D., der routiniert, nach der Zuführung einer unübersichtlichen Menge vom Alkohol, vom Balkon aus den Poolbereich mit seinem Mageninhalt beglückte. Dies schreckt einen Zwote Spieler natürlich nicht ab und das Opfer tischte weiter an.


Donnerstag, 6. Tag

Ohne zu schlafen, dafür aber mit Massig Alkohol im blut ging es zum Frühstück, das für viele der unbeteiligten Gäste unvergessen sein wird. 5 Spieler plus Jens K. pöbelten wie zu ihren besten Zeiten im Frühstückssaal des Hotels. Daraufhin drohten diverse Franzosen der Gruppe Schläge an, da ihnen die letzte Nacht zu laut war und die Brech-Action von Tim ihnen nicht gefiel. Bastian, ebenfalls gut angefüllt, verteilte gutherzig Taschentücher an die Familie Loch, eine der nettesten Bekanntschaften der Fahrt. Der Großteil der Gruppe gönnte sich bis 15 Uhr Nachmittags einen ruhigen und regenerativen Schlaf. Später wurde ein genüsslicher Spaziergang zu einer der schönsten Buchten von Lloret unternommen. Es glückte uns ein weiteres mal und routiniert zu verlaufen. Dadurch entdeckten wir eine steile Treppe mit einem verlockenden Geländer, das zum Rutschen einlud. Nachdem Robin einen eleganten Sturz vorlegte konterte Hoffi mit einem schwungvollen Abstieg von dem Geländer, dass ihm neben schallendem Gelächter auch eine Wunde im unteren Armbereich einbrachte. Das Ziel der Reise war durchaus weiterzuempfehlen, wir genossen eine wunderschöne Aussicht, bevor wir uns zurück zum Hotel begaben, um das Abendessen in seiner vollen Pracht zu genießen. Wie so oft, genügte den Meisten Spielern der Mannschaft der bloße Anblick desselben. Nachdem auf den Zimmern anschließend wieder Alkohol intus geführt wurde, gingen wir dieses Mal mit fast allen Leuten zu den Klippen, die wir bereits am Nachmittag bewunderten. Der einzige, der einmal wieder motiviert aufschlug war Carlo. Das übrige Gesocks begnügte sich mit netten Gesprächen und geringen Mengen von köstlichen Getränken. Nachdem sich Ralf ins Nachtleben stürzte, unternahm der Rest eine lebensgefährliche Exkursion, für die uns die Eltern sicherlich enterbt hätten. Über steile Abhänge führte uns der Weg hinunter direkt ans wunderschöne Meer. Dort entspannte man sich bei angenehmen Gesprächen. Ein Missgeschick geschah beinahe, nachdem Carlo mutwillig Saschas Körper mit seinem Urin bewässern wollte. Doch auch im Laufe des Abends erwies sich Carlo als vorbildlicher Showmaster und Kasper. Daraufhin begab sich die Elite (alle bis auf 3) weiter und eine Steile Klippe hinauf, die merkwürdigerweise sehr gleichmäßige Einkerbungen hatte, die uns die Tour erleichterte. Dadurch gelangen wir zurück auf den Pfad, auf welchem wir die zurückgebliebenen wieder trafen. Diesem Erlebnis folge ein weiterer Besuch bei „Dr. Döner“, bei dem sich Carlo 2 Döner zu Gemüte führte. Nebenbei trafen wir den Flodder König von Lloret, Name unbekannt. Dieser Mensch war an unterem Niveau kaum zu unterbieten: Lange, fettige Haare, Löcher in der dreckigen Kleidung, 5 gelbe Zähne im Mund und immer nen dummen Spruch auf Lager, z.B. zu Carlo „Musste aufpassen, das Brötchen beißt gleich zurück“. Ihr werdet den Menschen auf den nachfolgenden Fotos sicher entdecken…

Nach einem kurzen Abstecher im Hotel, in dem einige Leute aus körperlichen Gründen verweilten, zog ein Teil der Gruppe wieder auf die Piste, um sich in eine der vielen Discos zu schnorren. Leider gelang dies nicht, daher musste eine neue Kaperei ausgedacht werden: Man gesellte sich bei anderen Touristen zu deren Verwunderung auf Fotos und machte dabei Faxen. Nach der Ankunft im Hotel wurde einmal mehr im Zimmer von Tim und Jens aufgeschlagen: Da der Rest der Gruppe zu fertig war zu trinken waren nur Philipp und Fokko stark am tischen. Schnaps pur gehörte zum Standardrepertoire. Ebenfalls wurden genüssliche Bier-Wodka Mischungen angefertigt die mit wenigen Schlücken von Fokko weggezogen wurden und ihm den Rest gaben. Sowohl Stehen und Sprechen war bei dem Helden des Abends nicht mehr möglich. Als Folge davon nahm er sich Tim zum Vorbild und ließ 3 gigantische Strahle auf den Poolbereich hernieder. Gegen Halb 6 entschieden sich dann auch die Härtesten das Bett an diesem Tag aufzusuchen.

Freitag, 7.Tag

Nachdem einmal mehr die Hälfte der Gruppe den Schlaf bis spät in den Tag bevorzugte, machte ich mir (Sascha) bei dem Genuss von einigen Pilsenern, dem Lesen einer guten Zeitung und dem Anblick hübscher Französinnen einen gemütlichen Mittag am Pool des Hotels, um einen der sonnenreichsten Tage zu genießen. Immer mit Blick auf die Zimmer der Kameraden, um einen Blick zu erhaschen, wenn sie aufstanden. Später gesellten sich die Kollegen Philipp, Marcel und Jens hinzu, die ebenfalls noch etwas von den warmen Sonnenstrahlen abbekommen wollten. Am Nachmittag kam es zu einer Trennung der Gruppe, da jeder eine andere Vorstellung hatte. Ich machte mich mit Stephan auf, in einem gemütlichen Cafe einige Pilsener zu genießen, während die Leute um Robin Pizza aßen und eine Runde mit den legendären Tretbooten zurücklegten. Die Leute bewunderten die Felsen der Bucht und konnten sehen was für eine gefährliche Tour am Vortag unternommen wurde. Jan K. wurde zum Helden des Tages, da er sich entgegen der Erwartungen als einziger das Meer entjungferte. Am Abend war zum ersten mal die komplette Gruppe beisammen, um an unserem Lieblingsplatz, der Statue von Lloret, bei dem Genuss von viel Alkohol und dem Zuhören unserer wunderschönen CDs den Abschlussabend der Fahrt zu feiern. Viele Anekdoten und Erinnerungen der genialen Fahrt wurden Preis gegeben und aufgearbeitet. So hatte man immer viel zu lachen. Der Abend wird als einer der strammsten der Fahrt eingehen. Überdurchschnittlich viele Leute gaben sich gnadenlos die Kante und bereicherten die Landschaft mit ihrem Mageninhalt. Später am Abend wurde das Gerücht bestätigt, dass in Lloret die Taschendiebe nie weit entfernt sind. Bei einem harmlosen Gang wurde Ralf seine Brieftasche entwendet. Zum Glück merkte er es und nahm die Verfolgung auf. Jedoch waren die Diebe zu schnell und ließen ihm bloß seine Brieftasche ohne das Geld liegen (Schweinehunde). Gegen 5 Uhr begab man sich auf den Rückweg. Nachdem noch ein paar Terroranrufe innerhalb des Hotels getätigt wurden, legte man sich am frühen Morgen ins Bett.

Samstag, 8.Tag

Um 10h mussten wir heute unsere Zimmer verlassen, da es heute nach hause gehen sollte. Allerdings mussten wir noch den kompletten Tag in Lloret verbringen, da wir erst um 21h abfahren sollten. Der Großteil gammelte in der Hotellobby oder im Poolbereich rum. Man wartete auf den Anstoß in der Bundesliga und begab sich um 15h gemeinsam in eine Kneipe. Dort wurde noch mal ordentlich aufgeschlagen und man hatte noch einmal eine Menge Spaß.

Danach wurde auf die Abfahrt gewartet und man unternahm nichts Großartiges mehr.

Um 21h war es dann wieder soweit. Nach einer Woche trafen wir wieder die Flodders! Man tauschte den einen oder anderen Erlebnisbericht aus und legte sich dann im Bus schlafen. Der Großteil pennte bis Luxemburg, während andere sich die Filme anguckten. Mit so einem ruhigen Verhalten, hätte wohl niemand gerechnet. Ab Luxemburg waren aber einige „Zwotisten“ wieder stark motiviert. Andy und Stephan hatten bereits in Lloret die „Todesbottle“ gemischt, die aus einer Flasche Wodka und Korn plus 5 Liter Orangensaft bestand. Neben der 8 Literbottle, wurden die letzten „San Miguel“, das leckere spanische Bier konsumiert. Den Großteil des Kanisters geht auf Philipp`s Konto, der alleine 13 Becher austrank. Man beschäftigte sich mit Spielen und lustigen Kaspereien. Kurz vor den Toren Engers wurde noch jeder Mitfahrer mit großem Applaus verabschiedet und man kam etwas angetüdelt zuhause an.


Fazit

Lloret de Mar ist auf jeden Fall für alle Leute empfehlenswert, die mit ihrem Freundeskreis in gepflegtem Ambiente bei gutem Wetter eine große Party feiern wollen.

Von unserer Truppe hat es, so glauben wir, jedem richtig gut gefallen. Wir haben gemeinsam einen richtig geilen Urlaub verbracht und es wäre schön wenn man solche Fahrten in Zukunft wiederholen würde. Sowohl unsere Discogänger, als auch das Proletariat, wurden aufs Feinste mit Spaß versorgt.

Vielen Dank an alle die dabei waren

Im Namen der Zwoten

Sascha und Robin