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Left Kick Göttingen, Juli 2005
Left Kick 2005


Der „Left Kick“ wurde dieses Jahr zum fünften mal ausgerichtet und ist ein antirassistisches Fußballturnier. Die beste auswärtige Mannschaft ist im nächsten Jahr immer automatisch der nächste Ausrichter des Left Kicks. Dieses Jahr fand das Spektakel in Giebholdehausen, in der Nähe von Göttingen, statt. Die ausrichtende Mannschaft „Lok Eichsfeld“ lud uns ein und 11 Zwotisten folgten dieser Einladung.

Freitag Nachmittag machte sich die Zwote Flotte auf den Weg Richtung Göttingen. Bereits auf der Hinfahrt war die Schlagzahl so hoch, dass die ersten Leute bei der Ankunft in Giebholdehausen schon leicht angeschlagen waren. Trotzdem reichte es noch um unser Zeltlager aufzuschlagen und den Grill anzufeuern. Freitag Abend war neben uns nur die Gastgeber Mannschaft vertreten, mit denen wir gemeinsam weitertranken. Die Atmosphäre war am Freitag schon super, es war allerdings nen bisschen schade, dass einige auswärtige Teams absagen mussten. Hauptgrund war wohl die „antirassistische Fußballweltmeisterschaft“ in Italien, wo einige Stammmannschaften des Left Kicks vertreten waren. Letztendlich kamen 13 Teams, wobei allerdings neben uns nur die Hamburger „Avanti“ von außerhalb kam. Avanti pennte aber in Göttingen City, somit waren wir das einzige Team, das an der traumhaften Sportanlage zeltete.

Samstag morgen war es dann erst mal schwierig sieben Spieler zum Fußballspielen zu motivieren. Batni fiel durch einen Kater aus, Thilo konnte wegen seiner Bänderverletzung auch nicht antreten und supportete dagegen standhaft seine Biermarke und Janni konnte wegen seinem gebrochenem Zeh nur ins Tor gehen. Letztendlich blieben noch Hoffi, Ingo, Flex, Christoph, Torben, Niko und Robin, die mutig ihre Fußballschuhe schnürten.

Aber Dank einer hundertprozentigen Kämpfereinstellung, taktischer Raffinesse und tollen Toren schafften wir am ersten Turniertag den Sprung ins Viertelfinale. Hier mal die einzelnen Spiele: Ein Spiel dauerte übrigens 2x 10 Minuten. Wir mussten am Samstag also 100 Minuten spielen und das ohne Auswechselspieler.


Zwote – United: 2:4


Da so viele Mannschaften abgesagt haben wurde das „United“ Team gebildet. In dieser Mannschaft konnte jeder mitspielen, der gerade Bock hatte Fußball zu spielen. Man konnte also Glück haben auf ein schwaches United Team zu treffen oder man hatte Pech und man musste gegen Superstars antreten. Bei uns traf der zweite Fall ein, denn das United Team setzte sich im Großteil aus Spielern des „Fc Hammer“ und der „DO Theke“ zusammen. Dafür spielten wir gar nicht so schlecht, gingen sogar durch Robin zweimal in Führung, doch am Ende reichte die Kraft wohl nicht mehr ganz und United kam noch zu einem 4:2 Sieg.


Zwote – Fc Hammer: 3:4


Wieder eine starke Mannschaftsleistung gegen den Topfavoriten Fc Hammer, der neben David Beckham viele Auswechselspieler zur Verfügung hatte. Hammer ging früh zweimal in Führung, aber Robinthon konnte jeweils ausgleichen. Zu Beginn der 2. Halbzeit erhöhte Hammer mit einem Doppelschlag auf 4:2, Torben konnte kurz vor Schluss zwar noch mal verkürzen, aber zu einem Punktgewinn reichte es dann doch nicht mehr.


Zwote . Fc Geiersberg: 5:3


Mit einer bärenstarken Leistung wurde der Fc Geiersberg im Spaziergang besiegt. In der ersten Minute erzielte Robin die Führung. Jan Boy erhöhte wenig später mit einem Strahl auf 2:0. Kurz vor der Halbzeit schoss Robin das 3:0 und sorgte somit für eine Vorentscheidung. Letzte Zweifel beseitigte dann erneut Robn, der kurze Zeit später das 4:0 erzielte. Danach schalteten wir mehrere Gänge zurück und Geiersberg kam zu zwei Toren. Christoph machte dann aber mit dem 5:2 erneut alles klar.


Zwote – Lok Eichsfeld 2:1


Die Lokomotive kassierte vor diesem Spiel kein einziges Tor und gab nur einen Punkt ab. Doch wir dominierten das Spiel von Anfang an. Torben setzte sich gegen drei Leute durch und pfefferte den Ball aus 11 Metern in die Maschen. Robin erzielte dann nach einem Alleingang das 2:0. Lok kam zwar nach der Pause zum Anschlusstreffer, aber wir blieben die bessere Mannschaft und kamen zu einem verdienten Sieg.


Zwote – Do Theke 2:2


Der Kräfteverschleiß machte sich im letzten Spiel besonders bemerkbar, so dass es gegen die „Do Theke“ nicht mehr zum Sieg gereicht hat. Die Theke ging zweimal in Führung, doch erst Robin und dann Niko konnten mit ihren Toren jeweils egalisieren.


In der Gruppe erreichten wir letztendlich den 3. Platz und qualifizierten uns so für die Finalrunde am Sonntag. Dort wartete im Viertelfinale die „Antifaschistische Aktion Göttingen“ auf uns, die im Vorfeld des Turniers auch zu den Geheimfavoriten gezählt wurden.


Abends schlugen wir dann aber noch einmal im gewohnten Stil auf. Erst in einer Kneipe und dann wieder in unserem Zeltlager konsumierten wir einige isotonische Getränke, so dass langsam aber sicher jeder seinen „Festival Pegel“ erreichte. Später gesellten wir uns wieder zu den Gastgebern, die wieder die einzige Mannschaft war, die auch abends am Sportplatz blieb. Trotzdem herrschte eine herrliche Atmosphäre und unsere Mannschaft sorgte in einem „Dosenwerfenmatch“ für eine Sensation im Eichsfeld. In diesem Spiel stehen sich beide Mannschaften gegenüber und jeder Spieler hat eine volle Flasche Bier vor sich stehen. In der Mitte, zwischen den beiden Mannschaften, steht eine Dose. Jetzt muss nacher Reihe jeder Spieler versuchen mit einem Ball die Dose abzuwerfen. Wird die Dose getroffen, kann die Mannschaft so lange trinken bis die gegnerische Mannschaft die Dose weideraufgestellt hat, den Ball geholt hat und sich wieder hinter ihren eigenen Flaschen positioniert hat.

In diesem Spiel war bis heute die Lok Eichsfeld Mannschaft unbesiegt. Wir traten mit sieben Leuten an und konnten Dank unseres guten Trinkvermögens die Lokomotive erstmals besiegen. Anschließend wurde noch ein bisschen gefeiert und man ging spät Abends glücklich in seine Zelte.


Sonntag morgen die alte Leiher: Wie vor jedem Zwote Spiel gab es wieder einige Ausfälle zu beklagen. Heute konnte Ingo aufgrund seiner Rippenprellung nicht spielen und Christoph und Torben bevorzugten es sich erneut dem Konsum zu widmen.

Dafür erklärte sich Thilo bereit ins Tor zu gehen und Janni spielte trotz seiner Fußverletzung aufm Feld. Zusätzlich konnten wir heute unsere Wundermädchen Beate und Anna einsetzen.

Sonntag gingen wir also mit folgendem Kader in die Finalrunde:

Thilo, Janni, Hoffi, Flex, Niko, Beate, Robin und Anna.


Viertelfinale:


Zwote – Antifaschistische Aktion Göttingen 3:1 (n.E.)


In der ersten Halbzeit rettete uns Thilo öfters vor einem Rückstand. Die zweite Halbzeit gestalteten wir offener und gingen durch Robin mit 1:0 in Führung. Jetzt mauerten wir und bekamen eine Minute vor Schluss dafür die Quittung.

Aber im Elfmeterschießen konnten wir uns doch noch durchsetzen. Robin knallte den ersten Schuss ins Eck, Thilo hielt anschließend den gegnerischen Schuss sensationell, Janni wuchtete den Ball zum 2:0 in die Maschen und als der Göttinger Schütze neben das Tor schoss, war der Halbfinaleinzug perfekt.


Halbfinale


Zwote – Fc Hammer 1:2


Wieder gegen Hammer. Dieses mal stand unsere Defensive besser und Beckham hatte nur wenig Chancen gegen uns. Eine davon nutzte er leider zum 1:0. Doch Niko konnte wenig später ausgleichen. Hoffi verletzte sich später und da wir keine Auswechselspieler zur Verfügung hatten, zockte Erik von der Do Theke freundlicherweise für uns mit. In der zweiten Halbzeit waren wir sogar richtig gut und hatten gute Chancen, die wir leider alle nicht nutzen konnten. Die Strafe dafür war ziemlich bitter, denn 30 Sekunden vor Schluss kassierten wir doch noch ein Gegentor.....


Spiel um Platz 3


Zwote – Do Theke 3:1


Rantig Fantig war zu fertig und wurde durch seine Freundin Anna ersetzt. Neben Beate, die übrigens in Socken um jeden Ball kämpfte, spielten wir jetzt mit 2 Frauen im Team. Aber wer jetzt denkt, dass dieses ein Nachteil wäre, täuscht sich. Denn unsere beiden Wundermädchen machten ein super Spiel und hatten großen Anteil daran, dass es doch noch zu einem Pokal gereicht hat. Die äußerst sympathische Do Theke hatte viele Chancen, doch sie scheiterten immer wieder an Thilo. Robin brachte uns mit einem Doppelschlag mit 2:0 in Führung, Janni erhöhte kurz vor der Pause auf 3:0 und markierte damit die Vorentscheidung. Da die Theke in der zweiten Halbzeit nur eine von ihren vielen Chancen nutzte, erreichten wir sensationell den 3.Platz beim Left Kick Turnier und haben damit wohl den größten fußballerischen Erfolg in der Zwote-Historie erzielt.


Neben dem Pokal für den 3. Platz, überrichte uns der Gastgeber auch den Pokal für die besten Fans. Bei der Siegerehrung sagte Lok Eichsfeld: „Ihr wart die einzige Mannschaft, die hier gezeltet hat, die Abende mit Euch waren super lustig und ihr habt mit eurem Megaphone für eine tolle Stimmung gesorgt“

Das Turnier gewann übrigens die Hamburger „Avanti“, die jetzt nächstes Jahr das Turnier ausrichten dürfen. Uns hat das Turnier im Eichsfeld super gefallen, war prima organisiert, die Stimmung war auch super und das ganze Drumherum passte auch.

Ich denke nächstes Jahr werden wir in Hamburg sicher auch aufschlagen, vielleicht dann mit noch mehr Zwotisten.

Der dank gilt neben dem Veranstaltern und teilnehmenden Mannschaften, allen Zwotisten, die mitgefahren sind und fürn Verein alles gegeben haben! Danke Freunde!